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Lust am Denken | Scham und Schuld

Februar 4 @ 16:00 - 18:00

10,00 €

Lust am Denken | Scham und Schuld

Starke Affekte, ihre Verbindung und ihre soziale Bedingtheit

Eine Diskussionsveranstaltung unter Leitung von Dr. Christian Rabanus

Vor Scham im Boden versinken wollen – vermutlich kennen die meisten Erwachsenen solche Regungen, zumeist aus der Kindheit. Auch wenn die Wucht von Schamgefühlen mit zunehmendem Alter abnimmt, verschwindet auch dann das Gefühl der Scham in der Regel nicht komplett aus dem Leben. Immer noch kann es durchaus vorkommen, dass man sich im Ton vergreift, einen dummen Fehler macht, ein Missgeschick nicht vermeiden kann, etc. – und deshalb auch Scham empfindet. Je nach Veranlagung zeigt sich dann auch eine physiologische Reaktion, z.B. kann einem die Schamesröte ins Gesicht steigen, was dann oft als zusätzlich peinlich empfunden wird und das Schamgefühl noch verstärkt.

Nicht immer hat Scham seine Ursache im eigenen Verhalten: Das Phänomen des Fremdschämens bezieht sich auf das Verhaltenen anderer. Stellvertretend schämen tue ich mich aber nur für Personen, die in einer relevanten Verbindung zu mir stehen. Insbesondere Heranwachsenden scheint in Bezug auf das Verhalten von Mitgliedern ihrer Peergruppe – seien es Freundinnen oder Freunde, Brüder oder Schwestern oder andere Verwandte – dieser Affekt nicht fremd zu sein.

Und dann kann – gerade in Zeiten von Social Media – Beschämung auch gezielt als Instrument für Diffamierung und soziale Vernichtung eingesetzt werden. Bricht einmal ein Shitstorm aus, scheinen oft auch alle Schranken und Hemmungen der Akteure wegzufallen und aus Nichtigkeiten werden schnell scheinbar unverzeihliche Fehler. Manche Personen zeigen sich für solche Beschämungen sehr empfänglich, andere scheint das nicht zu treffen – und es gibt auch Personen, die scheinbar generell völlig schamlos durch das Leben gehen.

Doch was passiert im Moment der Scham eigentlich? Was ist Scham und wie entsteht sie? Und wie steht sie in Verbindung mit Schuld? Denn zumindest manchmal verursacht ein Verschulden auch das Gefühl der Scham (und umgekehrt). Aber manchmal eben auch nicht. Gibt es also einen direkten Zusammenhang zwischen Scham und Schuld? Wenn ja – worin besteht der? Und schließlich: Sind die Affekte von Scham und Schuld hilfreich für ein gutes Leben, bzw. ein gutes und gelingendes Zusammenleben in der Gesellschaft oder sind dies Überbleibsel archaischer Entwicklungsstufen unserer Persönlichkeit und/oder unserer Gesellschaft, die es zu überwinden gilt?

Diesen und damit verbundenen Fragen soll mit Lust am Denken auf der nächsten Veranstaltung der Reihe Anfang Februar nachgegangen werden.

Dieser Veranstaltungshinweis kann hier als PDF herunter geladen werden.

Ort und Datum

Die Veranstaltung findet im Marleen im Lili Wiesbaden (Bahnhofsplatz 3, 65189 Wiesbaden, Obergeschoss) statt. Termin ist Samstag, der 4.2.2023, von 16.00 Uhr bis 18.00 Uhr.

Teilnahmemodalitäten

Für die Teilnahme wird eine formlose Anmeldung per E-Mail an info@phaenopraxie.de bis zum Donnerstag, 2.2.2023, 17.00 h, erbeten. Nach aktuellem Stand (25.1.2023) sind keine besonderen Corona-Regelungen für Veranstaltungen in Hessen zu berücksichtigen. Die aktuellen Corona-Regeln können unter https://www.hessen.de/Handeln/Corona-in-Hessen abgerufen werden. Auch wenn keine Pflicht mehr besteht, bittet der Veranstalter darum, vor dem Besuch der Veranstaltung einen Corona-(Selbst-)Test durchzuführen.

Kosten

Für die Teilnahme an der Veranstaltung wird ein Unkostenbeitrag von 10,00 € beim Einlass zur Veranstaltung erhoben.

Termine im Jahr 2023

Im Jahr 2023 wird die Veranstaltungsreihe Lust am Denken fortgeführt und wird an folgenden Terminen stattfinden:

  • 1.4.2023, 16-18 Uhr
  • 3.6.2023, 16-18 Uhr
  • 5.8.2023, 16-18 Uhr
  • 7.10.2023, 16-18 Uhr
  • 2.12.2023, 16-18 Uhr

Details

Datum:
Februar 4
Zeit:
16:00 - 18:00
Eintritt:
10,00 €
Veranstaltungskategorie:
Veranstaltung-Tags:
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Veranstaltungsort

Marleen im Lili Wiesbaden
Bahnhofsplatz 3
Wiesbaden, Hessen 65189 Deutschland
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Veranstalter

Institut für Phänopraxie
Telefon:
+49 611 5828138
E-Mail:
info@phaenopraxie.de
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