Platon (links) und Aristoteles mit dem Timaios bzw. der Nikomachischen Ethik in Händen, Detailansicht aus Raffaels Die Schule von Athen (1510–1511), Fresko in der Stanza della Segnatura (Vatikan)
Platon und Aristoteles (Detailsansicht eines Freskos von Raffael)

Mit Platon und Aristoteles kam die Philosophie in die Welt. Beide Philosophen, so unterschiedlich sie in ihrem Denken auch gewesen sein mögen, war gemeinsam, dass sie in der Vernunft die Voraussetzung für die Realisierung eines guten Lebens gesehen haben. Die Möglichkeit des Menschen, sein Handeln aus freien Stücken vernünftig gestalten zu können, ist auch in unserer hochtechnisierten Welt mehrere tausend Jahre nach Platon und Aristoteles dasjenige, was den Menschen adelt.

Das vernunftorientierte Denken ermöglicht dem Menschen eine weitgehende Beherrschung der Welt, bringt aber auch die Verantwortung für den Fortbestand der Welt mit sich.

Die Angebote, die das Wiesbadener Institut für Phänopraxie auf dieser Webseite vorstellt, haben das Ziel, das Potential des vernünftigen Denkens im Menschen zu aktivieren und zu entfalten und somit auch seiner Verantwortung für sich und die Zusammenhänge, in die er eingebunden ist, gerecht zu werden. Die Angebote des Instituts für Phänopraxie atmen sie den Geist der Aufklärung, der in Platons und Aristoteles‘ Denken angelegt und in Immanuel Kants Ausspruch „Saper aude! Habe Mut, Dich Deines eigenen Verstandes zu bedienen!“ in der Neuzeit treffend zum Ausdruck gebracht ist: Es geht um die (Neu-)Entdeckung von sich selbst in seinen unterschiedlichen Bezügen und Zusammenhängen. Konkret bedeutet das folgende Angebote:

Das Ziel der Arbeit am Institut für Phänopraxie besteht darin, den Besuchern, Klienten und Teilnehmern an Veranstaltungen eine nachhaltige Weiterentwicklung zu ermöglichen. Wir fungieren als Begleiter und Katalysatoren, nicht als Besserwisser und Ratschläger. Bei uns steht das Entdeckungs- und Entwicklungserlebnis unseres Klientels im Mittelpunkt, nicht unsere Selbstbestätigung oder narzisstische Befriedigung.

Sokrates, dessen Mutter Hebamme gewesen sein soll, hat nach der Überlieferung des Platon seine Philosophie als „Maieutik“ – zu deutsch: als Hebammenkunst – bezeichnet. Er sah seine Aufgabe darin, seine Schülern beim Hervorbringen ihrer eigenen Gedanken und Erkenntnisse zu begleiten und – falls nötig – diesen Geburtsgeschehen zu initiieren. Diese bescheidene und demütige Grundhaltung prägt auch unsere Arbeit: Nicht wir sind die Experten für die Anliegen unserer Klientel, aber wir können ihnen dabei helfen und sie dabei mit Rat und Tat unterstützen, ihre Anliegen umzusetzen.