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Lust am Denken | Tugend im Zeitalter der Digitalisierung

4. August 2018 @ 16:00 - 18:00

Tugend im Zeitalter der Digitalisierung

Eine Diskussionsveranstaltung unter Leitung von Dr. Christian Rabanus

Verfolgte man in den letzten Wochen und Monaten Meldungen aus aller Welt, so drängte sich immer wieder der Eindruck auf, dass die Akteure wie prinzipienlose Gesellen handeln: Talentierte Fußballer wie Lionel Messi und Christiano Ronaldo versuchen ihre Steuerschuld durch Beteiligungen an und Nutzung von Offshore-Firmen zu minimieren, Politiker wie Donald Trump, Vladimir Putin und Reccep Tayyip Erdogan scheinen sowieso nur noch ihre eigenen, egozentrierten Regeln zu kennen und der Blick in die Reihe der deutschen Spitzenpolitiker erweckt auch nicht die größten Hoffnung, dort sehr viele Vorbilder für ein respektvolles Miteinander mit Menschen zu finden, die andere gesellschaftliche Visionen und politische Überzeugungen pflegen. Im Angesicht all dieser Beispiele – und die wirklich üblen Gestalten sind hier ja noch gar nicht erwähnt – stellt sich vermehrt die Frage, ob wir nicht in einer Welt leben, in der der Ehrliche immer mehr der Dumme ist, ob nicht Globalisierung und Digitalisierung der letzten verbliebenen Tugend- und Wertorientierung den Garaus machen und dazu führen, das Ego an die erste (und einzige) Stelle der persönlichen Wertehierarchie zu stellen.

Doch es bedurfte nicht erst zeitgenössischer Publizisten, um die These zu kritisieren, dass mit dem Prinzip Ego etwas faul im Staate sei – das hat auch schon der platonische Sokrates im Dialog „Politeia“ getan, als er die These des Sophisten Thrasymachos, dass das Gerechte das dem Stärkeren Zuträgliche sei, mustergültig ad absurdum führte.

Dass es mit den Tugenden und ihrer leitenden und lenkenden Kraft kein einfaches Geschäft ist, wusste auch der platonische Sokrates schon: In vielen seiner Dialoge mit den Weisen seiner Zeit, in dem es um Tugenden wie Gerechtigkeit, Besonnenheit oder Tapferkeit geht, sind die positiven Resultate dürftig. Viele diese Dialoge enden in der bekannten sokratischen Aporie, nämlich in dem Bekenntnis des Nichtwissens.

Mit Lust am Denken soll Anfang August dem nachgegangen werden, inwieweit unser zeitgenössisches privates und öffentliches Leben von Tugendorientierung profitieren könnte und was es mit den platonischen Tugenden und dem Suchen nach einer Bestimmung derselben sowie ihrer Annahme als Leitlinie eigentlich auf sich hat. Schließlich soll auch die Frage thematisiert werden, ob der grassierende Egozentrismus etwas mit Globalisierung und Digitalisierung zu tun hat – und wenn ja, was.

Diese Ankündigung kann hier als PDF heruntergeladen werden.

Leitung:

Dr. Christian Rabanus

Teilnahmevoraussetzungen:

Es gibt keine spezifischen Teilnahmevoraussetzungen.

Veranstaltungsort:

Bellevue-Saal Wiesbaden
Wilhelmstraße 32
65183 Wiesbaden

Termin:

  • 4.8.2018, 16-18 Uhr

Weitere Termine im Jahr 2018:

  • 6.10.2018, 16-18 Uhr
  • 1.12.2018, 16-18 Uhr

Unkostenbeitrag:

5,00 €

Rückfragen und Anmeldung:

Rückfragen und Anmeldungen können Sie per E-Mail an die Veranstaltungsleitung schicken:

Anfragen können auch an das Institut für Phänopraxie geschickt werden:

Institut für Phänopraxie | Christian Rabanus | Schiersteiner Straße 26 | 65187 Wiesbaden
Telefon: +49 611 5828138
Fax: +49 611 5828139

Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

Informationen zum Thema der jeweiligen Sitzung  – dabei wird immer wieder auch auf aktuelle Ereignisse reagiert – werden zwei bis drei Wochen vor Beginn der Veranstaltung unter www.phaenopraxie.de oder per E-Mail (für die Eintragung in den Verteiler bitte eine kurze E-Mail an info@phaenopraxie.de schicken oder den Newsletter hier abonnieren) bekannt gegeben.

Details

Datum:
4. August 2018
Zeit:
16:00 - 18:00
Veranstaltungskategorie:

Veranstaltungsort

Kunstverein Bellevue-Saal
Wilhelmstraße 32
Wiesbaden, Hessen 65183 Deutschland
Veranstaltungsort-Website anzeigen

Veranstalter

Institut für Phänopraxie
Telefon:
+49 611 5828138
E-Mail:
info@phaenopraxie.de
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