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Lust am Denken | Vertrauen in der Krise?

Lust am Denken | Vertrauen in der Krise?
Überlegungen dazu, wie wir es mit dem Vertrauen halten
Eine Diskussionsveranstaltung unter Leitung von Dr. Christian Rabanus
Samstag, 2.8.2025, 16-18 h, Foyer der Kunsthalle im Kunsthaus, Schulberg 10, 65183 Wiesbaden
Während in einer Umfrage der Stiftung für Zukunftsfragen vom Frühjahr 2025 über drei Viertel der bundesdeutschen Bevölkerung der Aussage zustimmten, dass Vertrauen in Institutionen wie z.B. Parlamente, Gerichte und Medien wichtig als Basis für eine stabile Gesellschaft seien, genießen entsprechend einer OECD-Studie von 2023 die öffentliche Verwaltung, die Landesregierungen und die Bundesregierung nur noch das Vertrauen von knapp 40% der Bevölkerung. Insbesondere gaben nur noch 36% der befragten in Deutschland lebenden Menschen in dieser Studie an, großes oder vorwiegend großes Vertrauen in die Bundesregierung zu haben.
Schaut man auf die Entwicklung der Daten in den letzten Jahren, ging das Vertrauen in die öffentlichen Institutionen nach einem kurzen Anstieg zu Beginn der Covid-19-Pandemie kontinuierlich zurück. Betroffen von diesem Vertrauensrückgang sind nicht nur die öffentlichen Institutionen, sondern z.B. auch die Medien, denen in der genannten OECD-Studie nur noch ca. 35% der Befragten ihr Vertrauen aussprach. Etwas besser, wenngleich nicht gut, steht das Vertrauen zu „anderen Menschen“: Nur ca. 53% der Befragten gaben an, großes oder eher großes Vertrauen in andere Menschen zu haben.
Während nun insbesondere die Vertreterinnen und Vertreter von politischen Parteien, aber auch Medienschaffende immer wieder um das Vertrauen der Bürgerinnen und Bürger werben, scheint dieses Werben nicht allzu erfolgreich zu sein. Ganz offensichtlich besteht eine große Diskrepanz zwischen der großen Bedeutung, die einerseits dem Vertrauen in öffentliche Institutionen zugesprochen wird, und andererseits der faktisch als gering empfundenen Vertrauenswürdigkeit dieser Institutionen und ihrer Vertreterinnen und Vertreter.
Inwiefern können diese Befunde nun philosophisch von Bedeutung sein? Das Verständnis des Vertrauensverlustes in öffentliche Institutionen und der damit verbundene Schwächung des gesellschaftlichen Zusammenhalts sowie weiterhin die Suche nach den Ursachen dieser Erodierung des Vertrauens sind philosophisch relevante Aufgaben. Um einen Vertrauensverlust verstehen zu können, ist es wichtig zu verstehen, was überhaupt Vertrauen ist, wie es gewonnen werden und wie es verloren gehen kann – und das letztlich unabhängig davon, ob es sich um Vertrauen in öffentliche Institutionen, privatwirtschaftliche Organisationen oder Menschen aus dem ferneren oder engeren Umfeld handelt.
Auf der nächsten Veranstaltung der Reihe Lust am Denken soll nun der Frage nach dem Vertrauen nachgegangen werden und wie wir es je individuell mit dem Vertrauen halten. Diese Frage soll im Horizont der Befundes gestellt werden, dass sich zumindest das Vertrauen in öffentliche Institutionen in einer Krise zu befinden scheint – wobei auch dieser Befund zu hinterfragen sein wird.
Ort und Datum
Diese Veranstaltung findet im Foyer der Kunsthalle Wiesbaden im Kunsthaus Wiesbaden, Schulberg 10, 65183 Wiesbaden, am Samstag, dem 2.8.2025, von 16.00 Uhr bis 18.00 Uhr, statt.
Teilnahmemodalitäten
Um die Planung der Veranstaltung zu erleichtern, bitten wir um eine formlose Anmeldung per E-Mail an info@phaenopraxie.de bis Donnerstag, 31.7.2025, 15.00 h.
Kosten
Für die Teilnahme an der Veranstaltung wird aktuell ein Unkostenbeitrag von 10,00 € beim Einlass zur Veranstaltung erhoben.
Termine im Jahr 2025
Diese Veranstaltungsreihe wird im Jahr 2025 an folgenden weiteren Samstagen jeweils von 16.00 Uhr bis 18.00 Uhr stattfinden:
- 4.10.2025
- 6.12.2025
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