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Lust am Denken | Das seltsame Paradox namens „Identität“

4. April 2015 @ 16:00 - 18:00

Wie wir es schaffen, uns zu verändern, und trotzdem dieselben zu bleiben

Worin besteht die Identität eines Menschen? Was macht einen Menschen zu diesem einen, unverwechselbaren und unersetzbaren Individuum? Und: Wie plausibel ist eigentlich die dem Abendland spezifische Grundüberzeugung, dass jeder Mensch ein unverwechselbares und unersetzbares Individuum ist? Diese und ähnliche Fragen treiben die Philosophie seit ihren Anfängen um, wobei die Problematik der Identität verschärft mit beginnender Neuzeit in das Zentrum der Aufmerksamkeit rückte.

Zur Kernfrage in der Identitätsphilosophie gehört das Problem, wie der Mensch in seiner physischen und psychischen Veränderung trotzdem derselbe bleibt – bzw. ob man davon überhaupt sprechen kann, dass er derselbe bleibt. Aus der alltäglichen Erfahrung und dem eigenen Erleben wird man vermutlich damit vertraut sein, dass dem modernen Menschen seine eigene Identität enorm wichtig ist. Die eigene Identität wird dabei als Garant für die eigene Individualität gedacht.

Andererseits ist es dem Menschen genauso wichtig, sich entwickeln zu können und sich zu entwickeln; das Recht auf die freie Entwicklung der eigenen Persönlichkeit hat ja nicht ohne Grund als Artikel 2 des Grundgesetzes Eingang in die deutsche Verfassung gefunden. Der in der Regel gut gemeinte Ausspruch beim Wiedersehen nach langer Zeit, „Du hast Dich ja gar nicht verändert!“, wird von vielen Menschen deshalb auch als zweifelhaftes Kompliment aufgefasst.

Identität zeigt sich als paradoxe Struktur: Wir müssen dieselben bleiben, um uns verändern zu können. Und: Wir müssen uns verändern, um uns vergewissern zu können, dass wir dabei dieselben bleiben.

Während sich die Philosophen auf der Basis von Alltagserfahrungen und Reflexionen darüber mit der Identitätsfrage beschäftigt haben und beschäftigen, kommen aus den Neurowissenschaften und der Psychiatrie in den letzten Jahren zunehmend neue Impulse für die Beschäftigung mit der Frage nach der Identität: Identitätszerstörende Krankheiten wie das dementielle Syndrom und die Schizophrenie tauchen zunehmend aus der gesellschaftlichen Tabuisierung auf und fordern ihren Teil der öffentlichen Aufmerksamkeit.

Bei dem Gesprächstermin am Ostersamstag wird das Thema „Identität“ zunächst in einem einleitenden Referat des Veranstalters exponiert, bevor das anschließende Gespräch Raum zum Austausch von eigenen Gedanken, Positionen und Erfahrungen mit dem Thema bieten wird.

Leitung:

Dr. Christian Rabanus

Teilnahmevoraussetzungen:

Es gibt keine spezifischen Teilnahmevoraussetzungen.

Veranstaltungsort:

Heimathafen Wiesbaden (Coworking Space & Café)
Karlstraße 22 (Ecke Adelheidstraße)
65185 Wiesbaden

Termin:

  • 4.4.2015, 16-18 Uhr

Weitere Termine:

  • 6.6.2015, 16-18 Uhr
  • 8.8.2015, 16-18 Uhr
  • 3.10.2015, 16-18 Uhr
  • 5.12.2015, 16-18 Uhr

Vergangene Termine:

  • 7.2.2015, 16-18 Uhr

Unkostenbeitrag:

5,00 €

Rückfragen und Anmeldung:

Rückfragen und Anmeldungen können Sie per E-Mail an die Veranstaltungsleitung schicken:

Anfragen können auch an das Institut für Phänopraxie geschickt werden:

Institut für Phänopraxie | Christian Rabanus | Körnerstraße 3 | 65185 Wiesbaden
Telefon: +49 611 5828138
Fax: +49 611 5828139

Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

Informationen zum Thema der jeweiligen Sitzung werden zwei bis drei Wochen vor Beginn der Veranstaltung unter www.phaenopraxie.de oder per E-Mail (für die Eintragung in den Verteiler bitte eine kurze E-Mail an info@phaenopraxie.de schicken) bekannt gegeben.

Allgemeine Veranstaltungsinformation zum Download

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Details

Datum:
4. April 2015
Zeit:
16:00 - 18:00
Veranstaltungskategorie:

Veranstaltungsort

Heimathafen Wiesbaden
Karlstraße 22
Wiesbaden, 65185 Deutschland

Veranstalter

Institut für Phänopraxie
Telefon:
+49 611 5828138
E-Mail:
info@phaenopraxie.de
Webseite:
www.phaenopraxie.de